Das Wort Islam stammt aus dem Arabischen und trägt die Bedeutungen von Frieden, Hingabe und bewusster Ergebung. Ein praktizierender Muslim bemüht sich darum, sich Allah mit ganzem Herzen zuzuwenden. Aus dieser Hingabe wächst innerer Frieden sowohl im diesseitigen Leben als auch in der Hoffnung auf das Jenseits.
Der Islam ist keine isolierte oder völlig neue Religion, sondern die Fortführung derselben göttlichen Offenbarung, die Menschen bereits durch Propheten wie Adam, Noah, Abraham, Moses, David, Salomo und Jesus erreicht hat. Der Koran beschreibt diese Linie ausdrücklich als zusammenhängende Botschaft des einen Schöpfergottes.
Als der Prophet Muhammed im Jahr 610 n. Chr. in der Höhle Hira über Gott und die Welt nachdachte, begann mit den ersten offenbarten Versen des Korans die letzte Phase dieser Offenbarungsgeschichte. Die Offenbarung dauerte 23 Jahre, wurde auswendig gelernt, niedergeschrieben und in ihrer ursprünglichen Form bewahrt. Neben dem Koran dient die Sunnah, also die gelebte Praxis des Propheten, den Muslimen bis heute als Wegweisung für Glauben, Ethik und Alltag.